Reframe
Eine mobile Web-App für das Neue Museum Nürnberg: Besucher*innen beantworten offene Fragen zu Kunstwerken und bekommen am Ende eine persönliche, KI-generierte Reflexion darüber, welche kreativen Verhaltensweisen sie gezeigt haben.
Eine mobile Web-App für das Neue Museum Nürnberg: Besucher*innen beantworten offene Fragen zu Kunstwerken und bekommen am Ende eine persönliche, KI-generierte Reflexion darüber, welche kreativen Verhaltensweisen sie gezeigt haben.
Dieses Projekt ist ein Vorschlag für das Neue Museum Nürnberg (NMN), entstanden im Seminar Creativity in Teams an der TH Nürnberg.
Die Ausgangsfrage des Seminars war: „Was wäre, wenn ich in einem Museum meine eigene Kreativität trainieren könnte?“ Die konkreten Anforderungen („Das Problem“) haben wir in der ersten Seminarhälfte selbst erarbeitet, unter anderem über Interviews: Was hält Menschen aus analytischen Feldern wie IT, Wirtschaft oder Naturwissenschaften eigentlich davon ab, ein Museum zu besuchen? Warum fällt es ihnen schwer, sich selbst als kreativ zu sehen?
Aus dem Seminar hatten wir ein Framework von 18 „Creative Behaviours“ wie Wondering, Visualizing oder Empathizing. Daraus haben wir das didaktische Grundgerüst gebaut: Jede Frage an einem Kunstwerk zielt gezielt auf ein bestimmtes Verhalten ab. Nachdem die Idee stand, habe ich bewusst schnell an der Umsetzung einer lauffähigen App gearbeitet und dank Claude Code innerhalb von kürzester Zeit einen funktionalen Prototyp erstellt. Durch diesen konnten wir bereits in diesem Stadium Feedback sammeln und dieses direkt bei der iterativen Weiterentwicklung nutzen.
Drei Entscheidungen haben die App geprägt:
Keine Bewertung: Die App soll Besucher*innen nicht wie in einem Persönlichkeitstest einordnen, sondern sie dazu bringen, sich selbst zu reflektieren. Deshalb gibt es keine Scores, kein Ranking, keine Bewertung, sondern nur einen persönlichen, motivierenden Output am Ende des Besuchs.
Kein Vorwissen erforderlich: Die App soll für alle Besucher*innen zugänglich sein, unabhängig von ihrem Wissensstand über Kunst. Deshalb sind die Fragen so formuliert, dass sie ohne vorheriges Wissen beantwortet werden können. Ziel ist nicht unbedingt, etwas über Kunst zu lernen, sondern über sich selbst.
Freiheit statt Einschränkung: So wie die Architektur des Museums soll auch die App keine Linearität des Besuchs voraussetzen. Fragen können übersprungen und in beliebiger Reihenfolge beantwortet werden. Je nach Ausführlichkeit der Antworten bekommt man am Ende kompaktere oder detailliertere Ergebnisse.
Team: Als Team von drei Leuten haben Alexandra Dick, Gelsomina Vacchiano und ich gemeinsam am Konzept der App gearbeitet.
Meine Aufgaben:
Reframe ist live und kann ausprobiert werden. Besucher*innen scannen an ausgewählten Werken einen QR-Code, beantworten eine offene Frage per Sprache oder Text, und ab fünf bearbeiteten Werken bekommen sie eine persönliche Reflexion – ganz ohne Score oder Ranking, ohne dass es sich wie ein Persönlichkeitstest anfühlt.